Fleischessen macht krank
Yahoo-Nachrichten,
18.02.2005
Gesundheit &
Service Umweltgift machen Nervenzellen
anfälliger für Parkinson-Erkrankung
Bestimmte Umweltgifte und ein gängiges Pestizid
machen Gehirnzellen anfälliger für die
Parkinson-Erkrankung. Erstmals wiesen
US-Forscher im Labor nach, dass polychlorierte
Biphenyle (PCBs) und das Spritzmittel Maneb in
bestimmten Nervenzellen Reaktionen auslösen, die
die Zellen schädigen. Das Pflanzenschutzmittel
Maneb wird in der Landwirtschaft verwendet. PCBs
sind inzwischen zwar verboten, aber noch immer
in der Umwelt verbreitet unter anderem in
Lebensmitteln tierischer Herkunft wie etwa
Fisch...
Ärzte Zeitung, 16.02.2005
Harninfekte
durch Nahrung
Kontaminiertes Fleisch und andere Nahrung aus
Tieren ist eine häufige Quelle für
Harnwegsinfektionen bei Frauen.
US-Forscher aus Berkeley konnten mit genetischen
Tests nachweisen, daß die E.coli-Stämme bei
infizierten Frauen mit solchen Stämmen identisch
waren, die in Nahrungsmitteln gefunden wurden.
Yahoo-Nachrichten,
15.02.2005
Bundesinstitut
warnt vor Salmonellen in Schweinefleisch
Nach dem Anstieg seltener
Salmonellenerkrankungen hat das Bundesinstitut
für Risikobewertung erneut vor dem Verzehr von
rohem Schweinefleisch gewarnt. Bei den jetzt
festgestellten Infektionen mit einem seltenem
Erreger-Typ wurde rohes Schweinefleisch als
Ursache ermittelt, teilte das Institut mit. Auf
frische Bratwurst, Hackepeter und Mettbrötchen
sollte deshalb verzichtet und Schweinefleisch
nur nach ausreichender Kühlung und dann
durchgebraten verzehrt werden.
Märkische Oderzeitung,
11.02.2005
BSE-Fall in der
Uckermark - Mehr als 100 Tiere getötet
In Brandenburg hat es einen erneuten Fall der
Rinderseuche BSE gegeben. Die Krankheit wurde
bei einem Rind in der Uckermark festgestellt,
teilte die Kreisverwaltung am Freitag in
Prenzlau mit. Sowohl im Schnelltest beim
zuständigen Landesveterinär- und
Lebensmitteluntersuchungsamt in Rostock als auch
im Nationalen Referenzzentrum auf der Insel
Riems sei das BSE-typische Prion- Protein
eindeutig nachgewiesen worden. Das Tier war am
1. Februar auf einem Schlachthof in
Mecklenburg-Vorpommern geschlachtet und wie alle
Rinder, die älter als 24 Monate sind,
routinemäßig auf BSE untersucht worden.
Den Angaben zufolge wurde der betroffene
Rinderbestand gesperrt. Mehr als 100 Tiere aus
dem Umfeld des infizierten Rindes wurden
getötet. Diese Rinder wurden auch auf BSE
untersucht. Das Ergebnis wird in den nächsten
Tagen erwartet...
Finanztreff.de, 07.02.2005
Zweiter
Scrapie-Fall in Bayern 2005
In Bayern hat es den zweiten Scrapie-Fall bei
einem Schaf in diesem Jahr gegeben. Das
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit in
Riems habe den Fall bestätigt, teilte das
Bayerische Staatsministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz am Montag mit.
Es handele sich um ein Tier aus Oberbayern. Der
betroffene Bestand sei gesperrt worden.
Kurier, 04.02.2005
CFJ-Toter in
Japan
In Japan ist
erstmals ein Fall der tödlichen
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit bestätigt worden.
Ein Mann sei an der menschlichen Form der
Rinderseuche BSE gestorben, erklärte das
Gesundheitsministerium am Freitag. Vermutlich
habe er sich während eines einmonatigen
Aufenthalts in Großbritannien im Jahr 1989
infiziert, sagte ein Ministeriumssprecher...
In Japan tauchte BSE erstmals 2001 auf. Seitdem
wurde die Krankheit dort bei 15 Tieren
diagnostiziert. Die tödliche Variante der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die mit BSE in
Verbindung gebracht wird, wurde - abgesehen von
dem jüngsten Fall - bisher bei 167 Menschen
weltweit bestätigt. Die meisten Betroffenen gab
es in Großbritannien.
Spiegel-Online, 29.01.2005
Vergiftungsgefahr
Gefährliche Schönfärberei im Fischregal
Was frisch aussieht, verkauft sich gut – was
nicht frisch ist, kann man färben: Nach diesem
Motto scheinen viele Verkäufer von
Fischprodukten zu verfahren. Nach Informationen
des SPIEGEL fanden Lebensmittelprüfer bis zu 40
Prozent manipulierte Ware – und die ist alles
andere als ungefährlich...
stern.de, 29.1.2005
Rinderseuche
Erstmals BSE bei Ziege nachgewiesen
Die Rinderseuche BSE ist erstmals bei einer
Ziege aufgetreten. Der Verdacht bei einem in
Frankreich geschlachteten Tier wurde von der EU
bestätigt. Das Verbraucherschutzministerium in
Berlin geht noch von einem Einzelfall aus.
Erstmals ist BSE bei einer Ziege nachgewiesen
worden. Die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit erklärte in Brüssel, der
Rinderwahnerreger sei in einer bereits 2002 in
Frankreich geschlachteten Ziege entdeckt worden.
Das Gesundheitsrisiko für Verbraucher sei
minimal, heißt es in der Erklärung.
Nach der Bestätigung des Falls will die EU-
Kommission Ziegen verstärkt testen. Die
EU-Behörde schlägt vor, mindestens sechs Monate
lang insgesamt 200.000 gesunde Ziegen in der EU
zu testen, um zu klären, ob es sich um einen
Einzelfall handelt. Der Umfang des
Überwachungsprogramms sollte an der Zahl der
Ziegen in den einzelnen EU-Staaten richten,
teilte die Kommission am Samstag in Brüssel mit.
Über die Maßnahmen müssen noch die EU-Staaten
entscheiden...
Bisher BSE nur bei Rindern
Die französische Ziege war im Rahmen eines
EU-weiten Untersuchungsprogramms für kleine
Wiederkäuer getestet worden. Dabei war bei dem
Tier die nicht für Menschen gefährliche
Traberkrankheit (Scrapie) entdeckt und der
Verdacht auf BSE ausgesprochen worden, obwohl
die Krankheit unter natürlichen Umständen noch
nie bei anderen Wiederkäuern als Rindern
festgestellt worden war. Ein
Sachverständigengremium hat nun die
wissenschaftlichen Befunde bewertet und geht
laut Verbraucherministerium von BSE aus.
Yahoo-Nachrichten, 28.01.2005
Erster Fall von BSE bei
Ziege
In Frankreich ist weltweit erstmals ein Fall von
Rinderwahnsinn bei einer Ziege festgestellt
worden...
Spiegel-Online, 22.01.2005
Mobile Prionen
BSE-Erreger dringt in Niere und Leber
Prionen, die bei Rindern die Hirnkrankheit BSE
auslösen, wurden bisher nur im Nervengewebe der
Weidetiere vermutet. Deshalb galt es als relativ
sicher, Muskelfleisch und andere Teile von
Rindern zu essen. Eine aktuelle Studie liefert
jedoch andere Ergebnisse.
Adriano Aguzzi von der Universität Zürich
vermutete schon seit einiger Zeit, dass Prionen
sich in einem befallenen Organismus auch über
Nerven und das Lymphsystem hinaus verbreiten
können. 2003 hatte er die Proteine im
Muskelgewebe von Menschen gefunden, die nach dem
Verzehr von BSE-Fleisch an der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben waren...
Für eine genauere Studie nahm Aguzzis Team Mäuse
unter die Lupe. Die kleinen Nager litten an
einer für sie spezifischen Form von BSE,
ebenfalls durch Prionen verursacht. Nun sorgten
die Forscher dafür, dass die Mäuse außerdem an
schweren Entzündungen der inneren Organe
erkranken.
Die Überraschung kam nach dem Tod der Mäuse: In
ihren Organen, besonders der Bauchspeicheldrüse,
der Leber und den Nieren, fanden sich reichlich
Prionen, schreiben die Forscher auf der
Internetseite des Fachmagazins "Science". Sie
nehmen an, dass Zellen des Immunsystems den
Prionen halfen, in die entzündeten Organe
vorzudringen.
Die Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass
bei einem BSE-kranken Rind eine Entzündung für
die Verbreitung der Prionen in innere Organe wie
Niere und Leber sorgen könnte. Aguzzi sagte, man
könne nun nicht mehr annehmen, die meisten
Rinderstücke gefahrlos essen zu können...
Yahoo-Nachrichten, 21.01.2005
Gesundheit & Service
Vegetarische Kost zur Blutdrucksenkung
Mit der Ernährung lässt sich offenbar der
Blutdruck senken. Vor allem eine vegetarische
Kost vermag den Blutdruck zu verringern und
bietet damit eine Alternative zu Blutdruck
senkenden Medikamenten, wie eine Analyse von 80
Studien ergab. Schon eine sechswöchige
fleischlose Ernährung könne den Blutdruck und
zudem auch das Körpergewicht reduzieren,
schreibt die amerikanische Untersuchungsleiterin
und Ernährungswissenschaftlerin Susan Berkow in
der Zeitschrift «Nutrition Reviews». Damit
verringere sich auch die Gefahr für
Herzerkrankungen, Schlaganfall und
Nierenversagen.
Yahoo-Nachrichten, 12.01.2005
Rotes Fleisch als
Krebserreger
...US-Diät-Experten haben Beweise
dafür gefunden, worüber Ganzheitsmediziner und
alternative Heiler schon lange sprechen: Der
übermäßige Genuss von rotem Fleisch fördert die
Entstehung von Krebs. Experten der American
Cancer Society ACS haben zehn Jahre lang rund
150.000 US-Amerikaner auf ihr
Ernährungsverhalten untersucht, berichtet das
Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com
.
Das Forscherteam um Michael Thun hatte die
Probanden in drei Gruppen eingeteilt und danach
die Rate an Dickdarm- und Rektalkrebs
verglichen. Jene Gruppe, die die größte Menge an
verarbeiteten Fleisch zu sich nahm, entwickelte
mehr als doppelt so häufig Kolonkarzinome als
jene, die am wenigsten davon aßen. Auch jene,
die am meisten rotes Fleisch zu sich nahmen,
entwickelten ein um 40 Prozent höheres Risiko an
Rektalkrebs zu erkranken.
Nach Angaben im Magazin Journal of the American
Medical Association JAMA hatten jene, die die
größte Menge an Fisch oder Geflügel zu sich
nahmen, ein um 20 bis 30 Prozent geringeres
Risiko, Krankheiten zu entwickeln. Dabei wurden
auch Faktoren wie etwa Übergewicht
miteinbezogen. Bereits relativ geringe Mengen
von Fleisch, die Forscher gehen von einem Konsum
von 55 bis 85 Gramm von verarbeitetem rotem
Fleisch täglich aus, reichen aus, um in die
Hochrisikogruppe zu fallen. Die Menge entspricht
etwa einem mittelgroßen Hamburger. Zum "roten
Fleisch" zählen die Forscher Rindfleisch,
Hamburger, Schweinefleisch und Leber. Unter
verarbeitetem Fleisch werden Schinken, Speck und
alle Sorten von Würsten gezählt...
Kolonkrebs zählt in den USA zur dritthäufigsten
tödlichen Krebserkrankung. Die
Lebensmittelindustrie hatte sich bisher häufig
geweigert, solche Studien anzuerkennen...
Yahoo-Nachrichten, 06.01.2005
Drei Scrapie-Fälle bei
Schafen in Hessen
In Hessen sind drei neue Fälle der Tierkrankheit
Scrapie aufgetreten. Drei Schafe verendeten Ende
Dezember an der auch als «Traberkrankheit»
genannten Tierseuche...
Fleischwirtschaft, 14.12.2004
Steigende Tendenz bei
Scrapie
In Deutschland zeigt der Nachweis der
Gehirnkrankheit Scrapie steigende Tendenz. Bis
zum vergangenen Freitag erhöhte sich nach
Angaben des Bundesernährungsministeriums die
Zahl der 2004 festgestellten Erkrankungen auf
41...
Yahoo! Nachrichten, 30.11.2004
Milchkonsum erhöht
Risiko für Eierstockkrebs
...Der Konsum von großen Mengen an Milch erhöht
das Risiko für das Auftreten von Eierstockkrebs.
Eine Studie des Karoninska Institutes in
Schweden an mehr als 60.000 Frauen ist zu dem
Schluss gekommen, dass diejenigen, die mehr als
zwei Gläser Milch am Tag tranken, ein
signifikant gesteigertes Risiko für die
aggressivste Form der Erkrankung aufwiesen.
Milchprodukte sind schon in der Vergangenheit
mit Krebs in Verbindung gebracht worden,
darunter Brust- und Prostatakrebs...
Meat-n-more.info – News, 01.12.2004
EU-Behörden blockieren
Auslieferung
Nie wieder Tiermehl im Trog, das war das
Versprechen in der BSE-Krise. Denn: Schon
kleinste Mengen Tiermehl können BSE übertragen.
Das ARD Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ hat jetzt
herausgefunden, dass inzwischen doch wieder
Knochensplitter im Tierfutter landen...
Das Futter kam aus Deutschland, von der
Südzucker in Mannheim... Das Tierfutter aus
Melasse-Schnitzeln ist ein Abfallprodukt der
Zuckerproduktion aus Rüben. Das hochwertige
Kraftfutter wird häufig in der Bullenmast
eingesetzt, aber auch bei anderen Wiederkäuern –
also gerade bei den am meisten BSE-gefährdeten
Tieren...
Darüber hinaus besteht weiterhin der Verdacht,
dass auch reines Tiermehl wieder von deutschen
Mästern verfüttert wird – absichtlich.
„Plusminus“ fand heraus: Es ist kein Problem,
Tiermehl zu kaufen, und die von der NDR
Redaktion besuchten Händler leugneten die
Gefahr, die in der Verfütterung liegt. Die
Kontrollen sind lückenhaft – wer Tiermehl als
Dünger kauft, kann es in Deutschland
verbotswidrig verfüttern, ohne entdeckt zu
werden.
Yahoo! Nachrichten, 26.11.2004
In manchem Sushi lauert
der Fischbandwurm
Sushi-Liebhabern droht Gefahr vom
Diphyllobothrium latum. Diese am weitesten
verbreitete Variante des Fischbandwurms wird bis
zu 10 Meter lang und manchmal 20 Jahre alt, wie
die „Deutsche Medizinische Wochenschrift“
berichtet...
Die Infektion könne Jahre bis Jahrzehnte lang
unbemerkt bleiben, auch wenn der Bandwurm, der
sich mit seiner Mundöffnung an der Dünndarmwand
festsauge, bereits eine Länge von mehreren
Metern erreicht habe, und täglich bis zu eine
Million Eier mit dem Kot ausscheide.
Denn die Beschwerden sind dem Bericht zufolge
häufig unspezifisch: Völlegefühl,
Appetitlosigkeit und Schmerzen bei nüchternem
Magen. Häufig mach sich die Infektion durch
einen Vitaminmangel bemerkbar: Der Fischbandwurm
könne vermehrt Vitamin B12 aufnehmen, das dem
menschlichen Organismus dann zur Bildung von
roten Blutkörperchen fehle. Die Folge sei eine
besondere Form der Blutarmut, die so genannte
perniziöse Anämie...
Focus, 15.11.2004
Massentierhaltung
Sprungbrett für Krankheiten
Massentierhaltung birgt zunehmend hohe
Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier.
Vogelgrippe, Rinderwahnsinn, Schweinepest: Die
Großställe und Legebatterien sind Brutstätten
für Krankheitserreger. Davor warnt die
Welttierschutzgesellschaft (WSPA) anlässlich
einer Konferenz der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) diese Woche in Mexiko...
Die beengten und meist unhygienischen
Bedingungen der Massentierhaltung stellten einen
idealen Nährboden für Krankheiten dar. Außerdem
erhielten viele Nutztiere über ihr normales
Futter regelmäßig Antibiotika verabreicht, was
die Ausbreitung resistenter Krankheitserreger
wie z.B. Tuberkulose fördere. Dadurch werde es
noch schwieriger, Infektionskrankheiten bei
Mensch und Tier in den Griff zu bekommen...
FAZ.NET, 08.11.2004
Tierfutter-Skandal
Belastetes Fleisch im Handel – weiterer Hof
gesperrt
Die Behörden haben einen vierten Bauernhof in
Nordrhein-Westfahlen gesperrt, der mit Dioxin
verseuchte Kartoffelstärke aus den Niederlanden
bezogen habe... Bullen des Betriebes in
Schöppingen seien auch nach Bayern geliefert
worden. In den Niederlanden waren 120 Höfe
gesperrt worden, in Belgien acht.
Ein Teil des Fleisches in Bayern sei bereits
weiterverkauft und möglicherweise auch verzehrt
worden, sagte ein Sprecher des
Verbraucherschutzministeriums am Montag in
München...
Der Tagesspiegel, 30.10.2004
Verdacht auf Ziegenwahn
– Wissenschaftler sind besorgt
Es ist keine große Überraschung, dass in
Frankreich nun bei einer Ziege der Verdacht
besteht, sie könnte am Rinderwahn gelitten
haben. Dass auch Ziegen an der Bovinen
Spongiformen Enzephalopathie (BSE) erkranken
können, wenn sie infiziertes Futter fressen,
hatten BSE-Forscher schon vor Jahren
herausgefunden...
Dennoch sind nicht nur die Wissenschaftler
besorgt. Denn schon auf dem Höhepunkt der
BSE-Krise 2001 hatten sie davor gewarnt, dass
die beiden übertragbaren Hirnschwammerkrankungen
„Scrapie“, die vor allem bei Schafen und Ziegen
gefunden wurde, und die für den Menschen harmlos
ist, und BSE, das im Verdacht steht beim
Menschen die neuartige Variante der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen zu können,
leicht verwechselt werden könnten...
Kölner Stadt-Anzeiger, 29.10.2004
Erstmals Ziege von BSE
befallen
Die Rinderseuche BSE kann weitaus größere Folgen
haben als bislang befürchtet. Erstmals ist jetzt
eine Ziege positiv auf den BSE-Erreger getestet
worden... Die Ziege war den Informationen
zufolge bereits 2002 in Frankreich geschlachtet
worden. Eine britische Analysefirma hatte den
BSE-Erreger bei dem Tier entdeckt. Bislang war
BSE nicht bei Kleinwiederkäuern aufgetreten. Sie
waren zumeist nur von Scrapie, einer
BSE-ähnlichen Krankheit, befallen...
Märkische Oderzeitung, 28.10.2004
Scrapie-Verdacht: 1300
Schafe im Havelland getötet
In einem Schafzuchtbetrieb im Landkreis
Havelland müssen nach Auftreten eines
Scrapie-Falles insgesamt mehr als 1300 Schafe
getötet werden...
Fleischwirtschaft, 25.10.2004
188 Mio. Euro zur
Tierseuchenbekämpfung
Die Europäische Kommission hat ein Finanzpaket
zur Bekämpfung von Tierseuchen in der EU
genehmigt. Es umfasst eine Summe von insgesamt
188 Mio. Euro.
Das EU-Budget für 2005 liegt um 41 Mio. Euro
über dem von 2004. Es wird der Bekämpfung
transmissibler spongiformer Enzephalopathien
(TSE) und anderer Tierkrankheiten dienen, die
Einfluss auf die Gesundheit von Mensch und Tier
haben...
Yahoo-Nachrichten, 21.10.2004
Zwei neue Scrapie-Fälle
in Hessen
In Hessen sind zwei neue Fälle der Schafseuche
Scrapie bekannt geworden. Wie das
Agrarministerium in Wiesbaden am Donnerstag
berichtete, handelt es sich um den siebten und
achten Fall seit 2001. Das eine der beiden
erkrankten Schafe stammt aus einer Herde in
Mittelhessen. Das andere Tier gehörte einem
Hobbyhalter in Südhessen...
Yahoo-Nachrichten, 21.10.2004
Verbotenes Antibiotikum
in britischem Hühnerfleisch
Die britische Lebensmittelüberwachung hat am
Mittwoch vor dem Verzehr von Hühnerfleisch
gewarnt, in dem sich Spuren des Krebs erregenden
Antibiotikums Nitrofuran finden. Betroffen sind
23 Tonnen Fleisch von einer bestimmten Farm aus
Nordirland... Inzwischen ist das
Haltbarkeitsdatum abgelaufen und das meiste
dürfte verzehrt sein... Das seit 1995 EU-weit
verbotene Nitrufuran wurde in der Vergangenheit
immer wieder in Lebensmitteln wie Fleisch und
Shrimps entdeckt.
Yahoo-Nachrichten, 02.10.2004
Gefährliche Wurst –
Warnung vor Chiemgauer »Salametti mit Knoblauch«
Das bayerische Landesamt für
Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Verzehr der
Wurstsorte »Salametti mit Knoblauch« der Firma
Chiemgauer Naturfleisch. Bei dieser Wurst in
160-Gramm-Packungen wurden EHEC-Bakterien
festgestellt, wie das bayrische
Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte...
Nach Angaben des bayrischen
Gesundheitsministeriums können bereits sehr
geringe Mengen an EHEC-Bakterien
Krankheitssymptome auslösen. Diese reichen von
leichtem Durchfall mit oder ohne Übelkeit über
Erbrechen, blutige Diarrhoe mit Bauchkrämpfen
bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie
akutes Nierenversagen...
Yahoo-Nachrichten, 13.09.2004
Hackfleisch-Verkauf –
Verbraucherschutzministerium deckt Mängel auf
Beim Kauf von Hackfleisch in Supermärkten
besteht immer noch ein erhöhtes Risiko, dass die
Ware mit Krankheitserregern belastet ist...
Hackfleisch ist besonders leicht verderblich und
Ware mit Schweinefleisch kann die gefährlichen
Salmonellen-Erreger übertragen...
Yahoo-Nachrichten, 03.09.2004
Polyphosphate in
Seefisch
Das niedersächsische Landesamt für
Verbraucherschutz hat bei einer Untersuchung von
Seefisch mehrfach so genannte Polyphosphate
beanstandet. Der Stoff sei bei 13 von insgesamt
120 untersuchten Fischproben entweder nicht
angegeben oder unerlaubt zugesetzt worden, sagte
die Sprecherin des Amtes, Hiltrud Schrandt.
... Zudem habe man Polyphosphate auch in vier
Proben von frischen Schollenfilets und von
Fischstäbchen nachgewiesen, bei denen der
Zusatzstoff gänzlich verboten sei...
Yahoo-Nachrichten, 25.08.2004
47.000 Hühner in
Schweden wegen Salmonellen getötet
Nach einer Salmonelleninfektion sind
auf einer schwedischen Geflügelfarm am Mittwoch
rund 47.000 Hühner getötet worden. Bei
mindestens einem Tier auf der Farm in Ystad
seien die Bakterien während einer
Routineuntersuchung nachgewiesen worden, teilte
eine Sprecherin der Landwirtschaftsbehörde
mit... Der Verzehr von salmonellenbelastetem
Fleisch kann zu Erbrechen, Durchfall und anderen
Krankheiten führen.
Yahoo-Nachrichten, 13.08.2004
Geflügelfleisch häufig
mit Krankheitserreger kontaminiert
Beim Kauf von frischem
Geflügelfleisch sollten Verbraucher vorsichtig
sein. Eine Stichprobe auf einem Berliner Markt
ergab, dass mehr als ein Drittel der
Hähnchenkeulen Krankheitserreger vom Typ
Arcobacter enthielten...
Einige Untergruppen dieses Erregers können
Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, über deren
Entstehung, Entwicklung und Verbreitung bislang
nur sehr wenig bekannt ist.
Yahoo-Nachrichten, 04.08.2004
Verzehr von
Affenfleisch könnte zu neuen Aids-ähnlichen
Viren führen
Durch den Verzehr von Affenfleisch
drohen nach Befürchtungen von
Artenschutzexperten neue Aids-ähnliche Erreger
zu entstehen. So seien in Kamerun Menschen mit
Aids-Symptomen aufgetaucht, bei denen jedoch
Tests sowohl auf den Aidserreger HIV aus auch
auf die Affenvariante SIV negativ ausgefallen
seien...
Forscher gehen heute davon aus, dass sich der
Aidserreger HIV in Affen aus verschiedenen
Formen von SIV entwickelt hat und dann auf den
Menschen überging. Sie befürchten, dass sich
dieser Mechanismus wiederholen könnte...
Erstmals sei in diesem Jahr auch der Übergang
des Simian Foamy Virus, einer anderen
Affenkrankheit, auf Wildjäger beobachtet worden.
Auch wenn bei diesen noch keine Symptome
aufgetreten sind, befürchten Experten die
Entstehung neuer Krankheiten daraus.
Spiegel Online, 06.08.2004
BSE-Folgen
Creutzfeld-Jakob bedroht mehr Menschen als
angenommen
BSE könnte für den Menschen weit
katastrophalere Auswirkungen haben als bislang
gedacht. Britische Forscher fanden eine
Infektion bei einem Menschen, der genetisch
gesehen bisher nicht zur Risikogruppe zählte.
Die tödliche Krankheit könnte somit mehr
Menschen treffen als bisher prognostiziert...
BSE wurde Mitte der achtziger Jahre in
Großbritannien schlagartig bekannt und trat in
der Folge auch in zahlreichen weiteren Ländern
auf. Unzählige Rinder wurden daraufhin getötet.
Seit 1996 wurden 147 vCJK-Fälle in
Großbritannien registriert und 10 in anderen
Ländern...
Yahoo-Nachrichten, 26.07.2004
Salmonellenfund:
Institut kritisiert Antibiotika in der Tierzucht
...Die in deutschem Putenfleisch
gefundenen Erreger lassen sich mit Mitteln, die
in der Humanmedizin erlaubt sind, nicht
bekämpfen, betonte Reiner Helmuth vom
Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin am
Montag. Im Falle einer Erkrankung könne
lediglich das Antibiotikum Cephalosporin
eingeschränkt wirken. Gefährdet seien vor allem
Menschen mit schwachem Immunsystem, wie Kinder,
Senioren und Kranke...
„Das Problem resistenter Salmonellen in der
Geflügelhaltung ist ein Problem aller
mitteleuropäischen Staaten“, sagte Helmuth.
Yahoo-Nachrichten, 23.07.2004
Gesundheit & Service
Tierische Fette gefährden Rheumatiker
Rheumatiker sollten sich auf maximal
zwei kleine Fleischmahlzeiten pro Woche
beschränken. Denn tierische Fette enthalten
Arachidonsäure, die entzündungsfördernde
Botenstoffe bildet...
Yahoo-Nachrichten, 16.07.2004
Gesundheit & Service
Vegetarische Ernährung kann Endometriose
vorbeugen
Eine vegetarische Ernährung kann das
Endometriose-Risiko von Frauen deutlich senken.
Das ergab eine Studie der Universität Mailand...
Dabei stellte sich heraus, dass Frauen, die
regelmäßig Gemüse und frisches Obst zu such
nehmen, ein 40 Prozent geringeres
Erkrankungsrisiko haben.
Dagegen steigt die Gefahr um 80 bis 100 Prozent,
wenn vor allem Rindfleisch oder Schinken auf dem
speiseplan stand...
Spiegel-Online, 05.07.2004
Franzosen verspeisten
47.000 BSE-Kühe
In den letzten 13 Jahren gelangte das
Fleisch Tausender BSE-kranker Tiere unerkannt in
französische Geschäfte. Der Fall gilt schon
jetzt als Desaster für den Verbraucherschutz und
für die behördlichen Kontrollen – und hat
möglicherweise bereits erste Todesopfer
gefordert...
Yahoo-Nachrichten, 28.05.2004
Gesundheit & Service
Die meisten neuen Krankheiten stammen von Tieren
Die meisten neuen Krankheiten des
vergangenen Jahrzehnts hat sich der Mensch über
Tiere zugezogen. Die Regierung müssten dringend
verhindern, dass sich weitere so genannte
zoonotische Krankheiten auf den Menschen
ausbreiteten, forderten Experten auf einer
Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
in Genf.
Zu den zoonotischen Erkrankungen zählen neben
der HIV-Infektion etwa die Lungenkrankheit SARS
oder die neue Vatiante der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die durch den
Verzehr von BSE-infiziertem Fleisch verursacht
wird...
Yahoo-Nachrichten, 24.05.2004
Forscher weisen Prionen
in Muskelfleisch von Schafen nach
Französische Forscher haben die
Erreger der BSE verwandten Traberkrankheit im
Muskelfleisch von Schafen nachgewiesen, lange
bevor die Tiere Symptome des Leidens zeigten.
Erstmals seien damit Prionen im Muskelfleisch
einer Tierart nachgewiesen worden, die von
Menschen gegessen werde...
Ärzte Zeitung, 23.03.2004
Studie stützt den Rat,
bei Gicht Fleisch zu meiden
...Die Ergebnisse der Studie, in der
mehr als 47 000 Männer alle vier Jahre in
Fragebögen ihre Ernährungsgewohnheiten
dokumentierten, haben Dr. Hyon K. Choi vom
Massachusetts General Hospital in Boston und
seine Kollegen im "New England Journal of
Medicine" (350, 2004, 1093) veröffentlicht.
... Nach Analyse der Daten ist dabei die Rate
von Gicht-Erkrankungen bei dem Fünftel der
Männer mit den höchsten Fleischkonsum ... 40
Prozent höher als bei dem Fünftel der Männer mit
dem niedrigsten Konsum...
Besonders gefährdet für eine Gicht-Erkrankung
sind nach den Ergebnissen der Untersuchung
Personen, die bei den Hauptmahlzeiten viel
Rind-, Schweine- oder Lammfleisch zu sich
nehmen...
Beim höchsten Verzehr an Fisch und Schalentieren
... sei die Gicht-Rate 50 Prozent höher als in
der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr ...
gewesen, so die Wissenschaftler...
Welt am Sonntag, 05.10.2003
Fleisch essen macht
krank
Fremde Substanzen in der Nahrung provozieren das
Immunsystem
Vegetarier haben es schon immer
gewusst, zumindest geahnt: Fleisch macht krank.
Überraschende Bestätigung erhalten sie jetzt von
amerikanischen Forschern. Fleisch, Milch und
Milchprodukte enthalten eine Substanz, die dem
Körper fremd ist. Gleichwohl baut der Organismus
diese Substanz in seine eigenen Organe ein - was
die Wissenschaftler durch Selbstversuche
erstmals eindeutig beweisen konnten. Damit legt
der Körper möglicherweise den Grundstein für
unterschiedliche Krankheiten von
Gelenkentzündungen bis zu Krebs.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe um Ajit Varki
von der University of California in San Diego
werfen ein neues Licht auf eine Reihe
vorangegangener Untersuchungen. So erschien in
der März-Ausgabe der "Annals of Internal
Medicine" eine Studie, die Fehlfunktionen der
Nieren auf einen erhöhten Fleischkonsum
zurückführt. Im Juli veröffentlichte das
"Journal of the American National Cancer
Institute" eine Untersuchung, wonach junge
Frauen, die viel Fleisch und Milchprodukte
essen, ein bis zu 33 Prozent höheres
Brustkrebsrisiko tragen. Bislang wurden
tierische Fette für diese Zusammenhänge
verantwortlich gemacht. Die tragende Rolle in
dem Geschehen spielt jedoch Zucker. Genauer:
chemische Abkömmlinge des Zuckers, die als
Sialinsäuren bezeichnet werden.
Aus Pflanzen konnten noch keine Sialinsäuren
isoliert werden. In Tieren aber, von Seesternen
über Mäuse und Rinder bis zum Menschen, sind
inzwischen 50 Variationen der Säure bekannt
geworden. Sie sitzen als Glykolipide
(Fettzucker) oder Glykoproteine (Eiweißzucker)
auf den Oberflächen der Körperzellen. Dort sind
sie Bestandteil eines vielfältigen Signal- und
Kommunikationssystems, unter anderem haben sie
eine Funktion bei der
Selbst-Nichtselbst-Erkennung des Immunsystems...
Der Mensch kann drei Sialinsäuretypen selbst
synthetisieren, die häufigste trägt das
Namenskürzel Neu5Ac (N-Acetylneuraminsäure)...
Besonders reichlich kommt Neu5Gc in Rindern und
Schweinen vor. Und genau aus dieser Quelle wird
es vom Menschen mit der Nahrung aufgenommen, wie
Ajit Varki und Mitarbeiter jetzt in
Selbstversuchen nachwiesen ("Proceedings of the
National Academy of Sciences"). Zwar scheidet
der Körper den größten Teil des Neu5Gc wieder
aus, aber einen kleinen Prozentsatz bauen die
Zellen in ihre körpereigenen Glyko- und
Lipoproteine ein. Dennoch erkennt das
Immunsystem die fremde Sialinsäure und bildet
Antikörper dagegen. Jetzt sind weitere
Untersuchungen notwendig, um diese
Unverträglichkeit als Ursache für so
unterschiedliche Leiden wie Krebs,
Gelenkentzündungen, Leberzirrhose,
Arterienverkalkung und andere zu bestätigen.
@grar.de Aktuell, 24.10.2002
Verbraucherzentrale
Bundesverband mahnt CMA ab
Krankheitsbezogene Werbung für
Fleisch ist unseriös und gesetzwidrig
Der Verbraucherzentrale Bundesverband geht
juristisch wegen unseriöser Werbeanzeigen für
Fleisch gegen die
Centrale-Marketing-Gesellschaft der deutschen
Agrarwirtschaft vor. In großseitigen Beilagen
unterschiedlicher Tageszeitungen wirbt die CMA
derzeit mit Werbeaussagen für Fleisch, die sich
auf die Linderung oder Verhütung von Krankheiten
beziehen.
'Man könnte den Eindruck gewinnen, dass man nur
durch ein Mehr an Fleisch gesünder eben kann',
so Thomas Isenberg, Leiter des Fachbereichs
Gesundheit und Ernährung im vzbv. 'Tatsache ist
aber, dass nicht zu wenig, sondern zu viel
Fleisch gegessen wird – dies ist nicht nur aus
gesundheitlichen, sondern auch aus Tierschutz-
und Umweltgründen fatal.'
Werbung mit Krankheitsbezug ist für Lebensmittel
gemäß Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz
(LMBG) verboten. Um diese unlautere Werbung zu
unterbinden, hat der vzbv der CMA eine Abmahnung
zugestellt und die Abgabe einer strafbewehrten
Unterlassungserklärung gefordert...
...Auch sollten Verbraucher umfassender über die
mit der Fleischproduktion verbundenen Probleme
des Tier- und Umweltschutzes informiert werden.
Aspekte des Tierschutzes und möglichst
artgerechter Haltungsformen müssen klar und
deutlich kommuniziert werden, damit Verbraucher
auch beim Konsum von Agrarprodukten bewusste
Entscheidungen treffen und Verantwortung für die
Art und Weise der Fleischproduktion übernehmen
können...
Geflügelgrippe
Yahoo-Nachrichten,
27.02.2005
14 Tote durch
Vogelgrippe in Vietnam seit Januar
In Vietnam sind seit Jahresbeginn bereits 14
Menschen an der Vogelgrippe-Epidemie gestorben.
Wie die Behörden mitteilten, starb ein
69-jähriger Mann am Mittwoch in der nördlichen
Provinz Thai Binh.
Im vergangenen Jahr waren in Vietnam 20 Menschen
an Vogelgrippe gestorben, in Thailand gab es
zwölf Todesfälle. Von der Vogelgrippe-Epidemie
ist fast die Hälfte des vietnamesischen
Territoriums betroffen. In den vergangenen
Wochen wurden im Kampf gegen die Epidemie 1,2
Millionen Hühner geschlachtet. Die Ausbreitung
der Seuche wird dadurch begünstigt, dass es in
Vietnam viele frei laufende Hühner gibt.
Spiegel-Online, 23.02.2005
VOGELGRIPPE
Experten warnen erneut vor Pandemie
Vogelgrippe- Bekämpfung: Die Pandemie droht
weiter
"Wenn das Virus für den Menschen hoch ansteckend
wird, dann wären die Folgen mit Blick auf
Erkrankungen und Todeszahlen verheerend", sagte
WHO-Regionaldirektor Shigeru Omi bei einer
Konferenz in Vietnam. Die Vogelgrippe könne dann
ungleich schlimmere Auswirkungen haben als etwa
die Lungenkrankheit Sars, an der im Jahr 2003
fast 800 Menschen starben...
Bei der WHO wurden bereits mehrfach
Befürchtungen geäußert, dass sich die Erreger
der Vogelgrippe und der menschlichen Grippe
vermischen könnten und daraus ein neues, höchst
gefährliches Virus entsteht. Das könne zu einer
Pandemie führen, von der rund 20 Prozent der
Weltbevölkerung betroffen wären.
Samuel Jutzi von der Welternährungsorganisation
(FAO) warnte davor, dass es in vielen Ländern
keine Möglichkeiten einer effektiven Diagnose
und Überwachung der Vogelgrippe gebe. Dies vor
allem gelte es zu ändern. Um die Geflügelpest in
Asien einzudämmen, sind nach Einschätzung der
FAO mehrere hundert Millionen US-Dollar
notwendig. "Es muss sehr viel größere
Investitionen als bisher geben", sagte der Chef
der FAO-Abteilung für Tiergesundheit, Joseph
Domenech.
Die Konferenz beschäftigt sich insbesondere mit
langfristigen Strategien zur Ausrottung des
Erregers. In der letzten Zeit ist immer häufiger
eine Variante des Virus aufgetreten, die als
besonders gefährlich gilt. Seit vergangenem Jahr
erlagen der Krankheit bereits 45 Menschen in
Vietnam, Thailand und Kambodscha. In Vietnam
wurden allein in diesem Jahr bereits zwölf
Todesopfer registriert.
Bislang kann das Virus von Mensch zu Mensch kaum
übertragen werden. Die verschiedenen
Grippe-Varianten verändern sich jedoch ständig
und vergrößern dadurch ihren Handlungsspielraum.
Das einstige Vogelvirus befällt inzwischen etwa
auch Katzen, Tiger und Schweine. Die Warnungen
der WHO beziehen sich auf den nach wie vor
hypothetischen Fall, dass eine Variante
entstehen könnte, die so ansteckend wie die auch
in Europa verbreitete menschliche Form der
Influenza, aber ebenso tödlich wie die
Vogelgrippe ist.
Die Welt, 11.02.2005
Werden Millionen
an Grippe sterben?
Beunruhigende Entwicklung in Südostasien - Die
WHO warnt vor einer weltweiten Pandemie
Anfang Februar verstarb in Kambodscha ein
weiterer Patient an der Vogelgrippe. Damit
erhöhte sich die Zahl der Todesfälle in
Südostasien auf insgesamt 42. Bei den bislang 55
bekannten Fällen einer durch den
Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5N1 verursachten
Lungenentzündung ergibt sich eine Todesfallrate
von 76 Prozent - ähnlich gefährlich sind nur
noch Exoten wie das Ebola-Virus.
Ging man bislang davon aus, daß der
Vogelgrippe-Erreger zwar von Geflügel auf den
Menschen überspringen kann, aber eine
Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich
ist, so gibt es mittlerweile Indizien, daß diese
Hoffnung trügerisch war. Bereits zwei Mal, so
vermuten die Ärzte, ist der Erreger direkt von
einer erkrankten auf eine gesunde Person
gelangt. Ein Fall trat im Oktober in Thailand
und ein weiterer vor wenigen Tagen in Vietnam
auf.
Daß H5N1 in der Lage ist, nicht nur gelegentlich
Artengrenzen zu überspringen, zeigte sich auf
fatale Weise in einem Zoo in der Nähe von
Bangkok. Hier verstarben im letzten Jahr 102
Tiger an einer Vogelgrippe, nachdem sie mit
Fleisch von infizierten Hühnern gefüttert worden
waren. Rotterdamer Virologen berichteten in
"Science ", daß sich Hauskatzen nicht nur leicht
mit dem Vogelgrippevirus anstecken lassen,
sondern den Erreger über die Atemwege auch
wieder ausscheiden. Entwickelt sich also in
Südostasien derzeit einen neues, extrem
gefährliches Influenzavirus, das ähnlich wie
seine Geschwister von 1918, 1957 und 1968 zu
einer weltweiten Bedrohung mit Millionen von
Grippetoten werden könnte? Die
Weltgesundheitsorganisation WHO jedenfalls zeigt
sich im höchsten Maße besorgt und weist schon
fast gebetsmühlenartig darauf hin, daß das
Risiko einer weltumspannenden Epidemie, einer
Influenza-Pandemie, so hoch ist wie seit langem
nicht mehr. Alle Länder wurden angewiesen,
Notfallmaßnahmen für den Fall der Fälle zu
treffen. Die deutschen Gesundheitsbehörden haben
darauf mit dem "Nationalen
Influenzapandemieplan" reagiert, den das
Robert-Koch-Institut jüngst präsentierte.
Mit einer Pandemie ist zu rechnen, sobald ein
Influenzavirus entsteht, das dem Immunsystem
völlig unbekannt ist. Dies passiert
typischerweise, wenn sich mehrere Erreger in
einem Organismus treffen und wichtige
Gensequenzen en bloc austauschen. Dabei stammt
das eine Virus aus einer Familie, die sie sich
üblicherweise in Geflügel vermehrt, und das
andere aus einer Erregergruppe, die für eine
Infektion des Menschen charakteristisch ist. Das
Schwein ist für beide Virustypen gleichermaßen
empfänglich und stellt so etwas wie einen
viralen Schmelztiegel dar. Da in Ostasien häufig
Menschen, Geflügel und Schweine, wenn auch nicht
unter einem Dach, so doch auf engsten Raum
miteinander leben, wird verständlich, warum neue
Erregertypen häufig ihren Ursprung im Fernen
Osten haben.
Das derzeit in Südostasien grassierende
Vogelgrippevirus könnte, so die Befürchtung der
Experten, zu einem Killererreger mutieren, ohne
daß Schweine zwischengeschaltet sein müssen.
Denn mit jeder neuen Erkrankung erhöht sich die
Wahrscheinlichkeit, daß der betreffende Patient
zufällig auch mit einem humanen Influenzavirus
infiziert ist. Die dann durch einen Genaustausch
entstehende Variante hätte möglicherweise die
ausgeprägten krankmachenden Eigenschaften des
Vogelgrippevirus und gleichzeitig die Fähigkeit
seines humanen "Vetters", sich via
Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch zu
verbreiten.
Der neue Erreger würde sich zuerst unbemerkt in
einer abgelegenen Provinz ausbreiten, dann über
die Grenze ins Nachbarland gelangen und
anschließend durch Flugreisende innerhalb
kürzester Zeit in nahezu jeden Winkel der Erde
verschleppt. Der nationale Influenzapandemieplan
des Robert-Koch-Instituts basiert auf einem
solchen Szenario und listet auf 68 Seiten auf,
wie man der Herausforderung begegnen will. Klar
ist, daß die geplanten Maßnahmen drei
Schwachstellen haben: die umgehende Erkennung
einer sich anbahnenden Epidemie, die Bevorratung
von Medikamenten und der rasche Einsatz eines -
noch zu entwickelnden - Grippeimpfstoffs.
Um in der kalten Jahreszeit unter den zahllosen
Fällen von Erkältungskrankheiten zu erkennen, ob
sich es sich tatsächlich um eine Grippe handelt,
sind rund 700 Arztpraxen an das "Netzwerk der
Arbeitsgemeinschaft Influenza" angeschlossen und
schicken von allen Patienten mit verdächtigen
Symptomen Rachenabstriche an ein Zentrallabor.
Dieses System funktioniert seit 2001 und hat
sich in normalen Influenzajahren bewährt.
Allerdings ist die Stichprobe gemessen an der
Gesamtzahl der Patienten, die täglich bundesweit
eine Praxis aufsuchen, verhältnismäßig klein.
Dies könnte dazu führen, daß gerade in der
Anfangsphase einer Epidemie das Auftreten eines
bislang unbekannten Erregers übersehen wird.
Andere Erkennungsmaßnahmen wie die Untersuchung
von Blutproben auf charakteristische
Antikörpermuster, Telefonumfragen bei einer
repräsentativen Bevölkerungsauswahl oder die
systematische Untersuchung von Wildvögeln und
Geflügel sind zwar angedacht, aber wie sie
umgesetzt werden könnten, ist unklar.
Derzeit stehen drei Medikamente zur Behandlung
einer Grippe zur Verfügung. Allerdings reichen
die Kapazitäten der Hersteller beim Ausbruch
einer Pandemie weder für die Therapie aller
Erkrankten noch für die prophylaktische
Behandlung der rund vier Millionen Mitarbeiter
des Gesundheitssystems. Möglicher Ausweg: über
einen längeren Zeitraum müßte die Produktion der
Arzneimittelhersteller durch die öffentliche
Hand aufgekauft und in Depots gelagert werden.
Bei einer Haltbarkeit der Medikamente von zwei
bis vier Jahren und angesichts der
unterschiedlichen Darreichungsformen ist das ein
logistisch schwieriges und höchst kostspieliges
Unterfangen.
Noch kritischer sieht die Situation in Bezug auf
den Impfstoff aus. Die Experten schätzen, daß im
günstigsten Fall drei, vermutlich jedoch sechs
Monate vergehen, bis eine Vakzine der zur
Verfügung stehen wird, die gezielt gegen eine
aus dem Vogelgrippevirus entstandene Variante
schützt. Wie jedes neue Medikament muß dieser
Impfstoff erst einmal die Zulassungsprozeduren
(derzeit etwa zwei Monate) durchlaufen, bevor er
in die Apotheken kommt. Sicher ist, daß
zumindest während der ersten Welle der Seuche
die Vakzine nicht einsatzbereit wäre.
Hierzu kommt noch ein anachronistisch anmutendes
Problem beim Herstellungsprozeß: um einen
Impfstoff gegen Influenza herzustellen, wird der
Erreger in bebrüteten Hühnereiern angezüchtet.
Dabei gilt, daß pro Impfdosis etwa ein Hühnerei
benötigt wird. Die Menge der produzierbaren
Impfdosen wird also durch die Zahl der von
Batterien lieferbaren bebrüteten Hühnereiern
begrenzt. Nicht auszudenken, wenn zeitgleich mit
der Ausbreitung eines neuen Influenzavirus auch
eine Geflügelpest grassieren würde. Unter
Umständen müßte die gesamte Hühnerpopulation
getötet werden, der Nachschub an Hühnereiern
käme ins Stocken und Impfstoff könnte nicht
produziert werden.
Yahoo-Nachrichten, 02.02.2005
Weiterer
Vogelgrippe-Fall in Vietnam
... Seit dem 30. Dezember hat Vietnam damit 16
Fälle von Vogelgrippe gemeldet, von denen 12
tödlich verliefen.
Eine erste Vogelgrippe-Welle im Frühjahr
vergangenen Jahres hatte in Vietnam 20 Menschen
das Leben gekostet...
Yahoo-Nachrichten, 01.02.2005
Kambodschanerin erliegt
der Vogelgrippe
Die jüngste Vogelgrippe-Epidemie hat sich
offenbar über Vietnam hinaus verbreitet. Auch
eine 25-jährige Kambodschanerin erlag dieser
Krankheit...
Yahoo-Nachrichten, 25.01.2005
Vogelgrippe
wahrscheinlich von Mensch zu Mensch übertragen
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist wahrscheinlich
von Mensch zu Mensch übertragbar. Das schließen
Forscher aus der Untersuchung eines Falls, bei
dem sich drei verwandte Frauen in Thailand im
vergangenen Sommer mit der Vogelgrippe infiziert
hatten.
Ein an der Infektion gestorbenes elfjähriges
Mädchen habe mit hoher Sicherheit Mutter und
Tante angesteckt, schreibt das amerikanisch-
thailändische Team um Kumnuan Ungchusak vom
thailändischen Gesundheitsministerium nun im
«New England Journal of Medicine» (Bd. 352, S.
333)...
Laboruntersuchungen ergaben, dass es sich nicht
um eine neue Virenvariante handelt, die die
Fähigkeit zur Übertragung neu erworben hat.
Falls sich das Vogelgrippe-Virus jedoch
verändern oder mit einem menschlichen
Grippevirus vermischen werde, könnte sich ein
äußerst gefährlicher Virentyp entwickeln. Auch
die drei Grippe-Pandemien des vergangenen
Jahrhunderts (1918, 1957 und 1968) gingen nach
Meinung der Forscher wahrscheinlich auf solche
Viren zurück...
Yahoo-Nachrichten, 24.01.2005
Weiterer Mensch in
Vietnam an Vogelpest erkrankt
In Vietnam ist ein Mann positiv auf Vogelgrippe
getestet worden, dessen Brüder ebenfalls daran
erkrankt sind...
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte ...
angesichts der Häufung der Fälle in Vietnam in
den vergangenen Wochen vor der Gefahr einer
weltweiten Influenza-Pandemie, die Millionen
Menschen das Leben kosten könnte. Die
vietnamesischen Behörden wiesen jedoch darauf
hin, dass es bei den Erkrankungsfällen keine
Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu
Mensch gebe. Die drei Brüder hätten Ende
Dezember eine rohe Geflügelspeise gegessen...
Yahoo-Nachrichten, 21.01.2005
WHO besorgt über
Häufung von Vogelgrippe-Fällen
Angesichts der jüngsten Häufung von
Vogelgrippe-Fällen in Vietnam warnt die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der Gefahr
einer weltweiten Influenza-Pandemie, die
Millionen Menschen das Leben kosten könnte...
Eine Ausbreitung der Krankheit könne größere
Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
haben als die Flutkatastrophe Ende Dezember...
Die jüngste Serie von Todesfällen nährt auch die
Sorge, dass sich die Vogelgrippe-Erreger durch
Kontakt mit menschlichen Influenza-Viren so
verändern, dass sie von Mensch zu Mensch
übertragen werden könnten. Dann wäre die Gefahr
einer «Pandemie verheerenden Ausmaßes« gegeben,
wie der WHO-Vertreter in Vietnam, Hans Troedsson,
sagte. Eine solche weltweite Epidemie könnte
nach Ansicht von Experten Millionen Menschen
bedrohen...
Yahoo-Nachrichten, 23.12.2004
Südkorea bestätigt
Ausbruch einer milden Form der Vogelgrippe
In einem südkoreanischen Zuchtbetrieb ist die
Vogelgrippe in einer als weniger gefährlich
geltenden Form bei Enten ausgebrochen... Die
Behörden haben als Schutzmaßnahme bereits 9000
Tiere in dem Betrieb geschlachtet.
Yahoo-Nachrichten, 22.12.2004
Erstmals auch in Japan
ein Mensch an Vogelgrippe erkrankt
In Japan ist erstmals ein Mensch an Vogelgrippe
erkrankt. Die Diagnose sei zweifelsfrei
bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium am
Mittwoch in Tokio mit. Bei vier weiteren
Patienten bestehe der dringende Verdacht auf
Vogelgrippe.
Spiegel-Online, 18.12.2004
Sorge in Japan
Verdacht auf Vogelgrippe bei fünf Menschen
In Japan haben sich möglicherweise erstmals
Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert.
Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass in
Blutproben von fünf Betroffenen entsprechende
Antikörper festgestellt wurden.
Bei den Betroffenen handelt es sich dem
Ministerium zufolge um vier angestellte einer
Hühnerfarm, auf der im Februar die Vogelgrippe
ausgebrochen war. Die fünfte Person habe beim
Desinfizieren des Hofes in der Präfektur Kyoto
geholfen...
Yahoo! Nachrichten, 08.11.2004
Experten befürchten
weltweite Grippe-Epidemie
Angesichts der Gefahr einer weltweiten
Grippe-Epidemie arbeiten Experten in Deutschland
mit Hochdruck an einem Notfallplan...
Bei einer Influenza-Pandemie handelt es sich um
eine weltweite extrem ausgeprägte Welle von
Grippeerkrankungen, die durch einen neuen Subtyp
des Virus ausgelöst wird. Im vergangenen
Jahrhundert was es zu drei folgenschweren
Pandemien mit teilweise mehreren Millionen Toten
gekommen...
Ein neues, hochgefährliches Influenza-Virus
könnte nach Einschätzung der Experten in Asien
entstehen, wo die Vogelgrippe grassiert. In
Thailand gab es bereits den Verdacht, dass die
Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen wurde.
Nach Beobachtung von US-Forschern verändert sich
das Virus offenbar und passt sich seiner
Umgebung an. Auch könnte sich das
Vogelgrippe-Virus mit menschlichen Grippe-Viren
vermischen. Das neu entstandene Virus könnte
dann die Fähigkeit haben, von Menschen
untereinander übertragen zu werden.
Spiegel-Online, 26.11.2004
WHO hält globale Seuche
für unvermeidbar
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält eine
verheerende Vogelgrippe-Pandemie für
unausweichlich. Wann die weltweite Seuche
ausbricht, sei nur noch eine Frage der Zeit.
Selbst im besten Fall sei mit zwei bis sieben
Millionen Toten zu rechnen...
Yahoo-Nachrichten, 25.10.2004
14-Jährige in Thailand
stirbt an Vogelgrippe
In Thailand ist erneut ein Mensch an der
Vogelgrippe gestorben. Ein 14-jähriges Mädchen
aus der nördlichen Provinz Sukhotai sei den
Folgen der Virusinfektion erlegen...
Yahoo-Nachrichten,21.10.2004
Immer mehr Tiger fallen
der Vogelgrippe zum Opfer
In einem privaten Wildpark in Thailand sind
bisher schon 60 Tiger ein Opfer der Vogelgrippe
geworden...
Yahoo-Nachrichten, 01.10.2004
Gesundheit & Service
Vogelgrippe alarmiert Gesundheitsbehörden in
Südostasien
Das gleichzeitige Auftreten von Vogelgrippe und
einer menschlichen Grippeform in Gebieten
Thailands beunruhigt die Gesundheitsbehörden.
Die thailändische Regierung und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchten,
der Vogelgrippevirus H5N1 könne durch Kontakt
mit einem anderen Grippevirus zu einem Erreger
mutieren, der sich von Mensch zu Mensch
überträgt und in eine Pandemie mündet. Die Sorge
wird dadurch verstärkt, dass Thailand nicht über
ausreichend Impfstoff verfügt, um besonders
gefährdete Bevölkerungsgruppen vor Grippe zu
schützen...
Yahoo-Nachrichten, 29.09.2004
Zahl der
Geflügelpest-Opfer in Asien auf 30 gestiegen
Nach Thailand hat auch Vietnam einen weiteren
Todesfall infolge der auch für Menschen
gefährlichen Vogelgrippe gemeldet. Ein
Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums sagte am
Mittwoch, ein vor drei Wochen verstorbenes Baby
sei der Geflügelpest erlegen...
Yahoo-Nachrichten, 28.09.2004
Vogelgrippe offenbar
von Mensch zu Mensch übertragen
In Thailand ist das Vogelgrippe-Virus nach
Einschätzungen der Regierung vermutlich ertmals
von Mensch zu Mensch übertragen worden...
Spiegel Online, 28.09.2004
Vogelgrippe
Erste Infektion von Mensch zu Mensch befürchtet
In Thailand hat sich die schlimmste Befürchtung
in Bezug auf die Vogelgrippe bestätigt: Die
gefährliche Krankheit scheint erstmals von
Mensch zu Mensch übertragen worden zu sein...
Yahoo-Nachrichten, 25.09.2004
Vogelgrippe: Hinweise
auf menschliche Übertragung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat
Anhaltspunkte für eine Übertragung des
Vogelgrippe-Virus von Mensch zu Mensch...
Die WHO sei „sehr besorgt“, warte jedoch
zunächst eine wissenschaftliche Bestätigung des
Verdachts durch Laborbefunde ab. Sollte sich die
Vermutung bestätigen ... könne dies auf eine
mögliche Mutation des Virus hinweisen.
Yahoo-Nachrichten, 22.09.2004
Erstmals wieder
Vogelgrippe in Kambodscha
In Kambodscha sind erstmals seit Monaten wieder
neue Fälle von Vogelgrippe bei Hühnern gemeldet
worden... Seit Anfang der Woche seien rund 2300
Hühner getötet worden oder verendet...
Yahoo-Nachrichten, 10.09.2004
Inzwischen neun
Todesopfer durch Vogelgrippe in Thailand
...Ein 18 Jahre alter Züchter von
Kampfhähnen sei an dem aggressiven Virustyp
gestorben, teilte das Gesundheitsministerium
mit.ö In ganz Asien sind dem Virus damit in
diesem Jahr mindestens 28 Menschen zum Opfer
gefallen. Rund 100 Millionen Stück Geflügel
starben oder wurden vorsorglich getötet.
Yahoo-Nachrichten, 06.09.2004
Neuer Ausbruch von
Vogelgrippe in Malaysia
In Malaysia sind neue Fälle von
Vogelgrippe aufgetreten. 10 Hühner und 20
weitere Vögel seien in einem Dorf nahe der
thailändischen Grenze an der Tierseuche
verendet, teilten die Veterinärbehörden des
Landes am Montag mit...
Dem Virustyp H5N1 sind in diesem Jahr in Asien
mindestens 27 Menschen zum Opfer gefallen, 19 in
Vietnam und 8 in Thailand. Rund 100 Millionen
Stück Geflügel starben oder wurden vorsorglich
getötet. Nach einer ersten Vogelgrippe-Welle im
ersten Quartal des Jahres hatten vor einigen
Wochen auch Vietnam, Thailand, China und
Indonesien neuerliche Ausbrüche der Tierseuche
gemeldet.
Yahoo-Nachrichten, 03.09.2004
Vogelgrippe in
Schweinen nachgewiesen
Zum ersten Mal haben Wissenschaftler
das tödliche Vogelgrippevirus auch in Schweinen
gefunden. Dort könnte es sich mit Teilen von
menschlichen Grippeviren zu einem Supervirus
verbinden und die lang befürchtete weltweite
Epidemie auslösen...
Die Viren von Mensch und Vogel können sich aber
nicht nur im Menschen, sondern auch in Schweinen
kombinieren. Die Gefahr ist sogar ungleich
höher, denn die Schweine zeigen im Gegensatz zum
Menschen kaum Symptome und werden daher auch
nicht mit Vorsicht behandelt. Viele Fachleute
sind deshalb durch den Fund sehr beunruhigt.
Immer wieder warnen Experten von einer
weltweiten Grippe-Epidemie, die durch die
Viruskombination in Schweinen entstehen könnte.
Yahoo-Nachrichten, 03.09.2004
Katzen können tödliche
Vogelgrippe übertragen
WHO befürchtet Pandemie beim Menschen
Katzen können Vogelgrippe bekommen und
übertragen. Wissenschaftler des Universitair
Medisch Centrum Rotterdam
http://www.erasmusmc.nl haben nachgewiesen, dass
das H5N1 Virus bereits die Fähigkeit erlangt
hat, sich auf einige Säugetiere auszubreiten.
Jetzt besteht die Befürchtung, dass Katzen und
andere Tiere dem Virus als Möglichkeit dienen
könnten, sich in Richtung einer menschlichen
Pandemie zu entwickeln. Das Team um Thijs Kuiken
führte die Untersuchung durch, nachdem drei
Katzen und ein Zoo-Leopard, die in Thailand nahe
erkranktem Geflügel gelebt hatten, an H5N1
gestorben waren. Die Bestätigung dieser
Krankheitsfälle erfolgte im Februar 2004. Die
Ergebnisse der Studie wurden in Science
http://www.sciencemag.org veröffentlicht...
Laut Kuiken bedeuten diese Ergebnisse, dass
Katzen den Menschen mit H5N1 anstecken könnten,
nachdem sie einen der zahlreichen wilden Vögel
oder Geflügel gefressen haben, die in Ostasien
noch immer infiziert sind. Besorgniserregender
sei allerdings, wie die Katzen die Entwicklung
des Virus verändern werden...
Spiegel Online, 26.08.2004
Grippeviren
US-Behörde bereitet sich auf globale Seuche vor
Der Notfallplan des US-Department of
Health and Human Services soll am heutigen
Donnerstag offiziell vorgestellt werden, wie die
Nachrichtenagentur AP meldet. Die Experten der
Behörde gehen demnach im schlimmsten Fall davon
aus, dass eine Grippe-Pandemie bis zu 207.000
Tote allein in den USA fordern könnte. Millionen
von Infizierten würden in einem solchen Fall
Kliniken und Arztpraxen überlasten. Der
Zusammenbruch des öffentlichen Nahverkehrs
könnte dem Land schweren wirtschaftlichen
Schaden zufügen, heiße es in dem Papier. Die
Entwicklung eines Impfstoffs würde nach
derzeitigem Stand Monate dauern.
Vergangene Woche hatten chinesische
Wissenschaftler mit der Ankündigung für
Schlagzeilen gesorgt, sie hätten bei Schweinen
einen tödlichen Stamm des Vogelgrippe-Erregers
H5N1 gefunden. In Schweinen, deren Immunsystem
dem des Menschen ähnelt, könnte sich H5N1 leicht
mit einem menschlichen Grippeerreger vermischen.
Das mögliche Ergebnis wäre ein Supervirus, das -
anders als die Vogelgrippe - von Mensch zu
Mensch übertragbar wäre und eine weltweite
Seuche mit Millionen Toten auslösen könnte...
Yahoo-Nachrichten, 23.08.2004
WHO warnt vor
Vogelgrippe-Epidemie beim Menschen
Nach der Übertragung des tödlichen
Vogelgrippe-Virus auf Schweine in China hat die
WHO vor einer weltweiten Epidemie beim Menschen
gewarnt. Diese Gefahr sei "natürlich näher
gerückt, aber wir wissen nicht, wie nahe", sagte
der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
für die Region Westpazifik...
Spiegel Online, 20.08.2004
Geflügelgrippe-Erreger
in Schweinen
"Kein Land der Welt könnte einen
solchen Erreger stoppen"
Experten haben es lange befürchtet: In China
wurde nach Angaben eines Labors das tödliche
Geflügelgrippe-Virus erstmals in Schweinen
gefunden. In ihnen könnte sich der Erreger mit
menschlichen Grippeviren zu einem Supervirus
vermischen und eine weltweite Katastrophe
auslösen...
Das Geflügelgrippe-Virus ist nach derzeitigen
Erkenntnissen bisher nur von Hühnern direkt auf
den Menschen übergegangen, nicht aber von einem
Menschen auf den anderen. Das könnte sich jedoch
ändern, wenn sich ein grippekranker Mensch
zusätzlich mit H5N1 infiziert. In einem solchen
Fall, befürchten Mediziner, könnten sich die
Erreger genetisch zu einem Supervirus
vermischen. Die Folge wäre womöglich eine
Pandemie wie die Spanische Grippe, die zwischen
1918 und 1920 weltweit zwischen 20 und 40
Millionen Menschen getötet hat.
Die Viren können sich allerdings nicht nur in
Menschen, sondern auch in Schweinen verbinden.
Schweine, deren Immunsystem dem des Menschen
ähnelt und deshalb anfällig für dessen
Krankheiten ist, stellen dabei das weit
gefährlichere Mischgefäß dar.
Denn während eine Geflügelgrippe-Infektion beim
Menschen schwere Krankheitssymptome auslöst und
sogar tödlich verlaufen kann, bleibt eine
H5N1-Infektion bei Schweinen nahezu folgenlos...
Sollte das gefürchtete Supervirus entstehen,
könne es zu einer Katastrophe kommen: "Kein Land
der Welt, weder in Asien noch irgendwo sonst",
sagt Cordingley, "könnte einen solchen Erreger
stoppen."
Yahoo-Nachrichten, 13.08.2004
Drei Menschen in
Vietnam an Vogelgrippe gestorben
In Vietnam sind drei Menschen an der
Vogelgrippe gestorben. Das habe die
vietnamesische Regierung bestätigt, teilte die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit.
Es seien die ersten Todesopfer der Krankheit in
Vietnam seit Februar...
Seit Juli wurden außer in Vietnam laut WHO auch
in China, Indonesien und Thailand neue Fälle von
Vogelgrippe bei Geflügel gemeldet.
Yahoo-Nachrichten, 09.08.2004
6.000 Strauße an
Vogelgrippe gestorben
In Südafrika ist die Vogelgrippe
ausgebrochen und hat in den vergangenen drei
Wochen 6.000 Strauße dahingerafft...
Die ersten Fälle der Tod bringenden Seuche waren
aus Middleton gemeldet worden, wo einige der
größten Straussenfamen Südafrikas liegen...
„30.000 Strauße sind betreoffen“ erklärte Johann
van Wyk vom Landwirtschaftsministerium. „Am
Dienstag beginnen wir mit den Tests und – falls
notwendig – mit der Keulung der Tiere.“
Yahoo-Nachrichten, 21.07.2004
Neue Fälle von
Geflügelpest in Indonesien
In Indonesien ist nach
Regierungsangaben vom Mittwoch die Vogelgrippe
wieder ausgebrochen...
Auch China, Thailand und Vietnam haben im Juli
einen neuerlichen Ausbruch der Geflügelpest
vermeldet. Nachdem sie Seuche auf zwei Farmen in
Südvietnam aufgetaucht war, wurden dort 4.000
Hühner getötet, wie die Behörden am Mittwoch
bestätigten...
Yahoo-Nachrichten, 13.07.2004
Vogelgrippe breitet
sich in Thailand weiter aus
... Ein für Menschen gefährlicher
Erreger wurde dort nun auch in Enten entdeckt...
Yahoo-Nachrichten, 09.07.2004
Gesundheit & Service
Vogelgrippe-Virus wird gefährlicher
Der Erreger der Vogelgrippe wird für
den Menschen immer bedrohlicher. Das Virus hat
sich seit seiner Entdeckung stark verändert und
ist nach neuen Erkenntnissen für Säugetiere
gefährlicher geworden...
Yahoo-Nachrichten, 07.07.2004
Vogelgrippe in China
bestätigt
Die Vogelgrippe ist innerhalb weniger
Tage in drei Ländern Asiens ausgebrochen. In
Chinas Ostprovinz Anhui haben Behörden das auch
für Menschen gefährliche Virus H5N1
identifiziert.
Auf einer Hühnerfarm in Thailand sind nach
staatlichen Angaben vom Mittwoch 2000 Tiere an
der Krankheit gestorben. In Vietnam waren vor
einer Woche mindestens 3000 Hühner verendet...
Yahoo-Nachrichten, 30.06.2004
Neuer Ausbruch der
Vogelgrippe in Vietnam
In Vietnam gibt es einen neuen
Ausbruch der Vogelgrippe. Im südlichen
Mekong-Delta starben bereits 3.400 Hühner an der
Krankheit... Weitere 2.000 infizierte Tiere
wurden getötet...
Yahoo-Nachrichten, 29.06.2004
Vogelgrippe-Epidemie
unter Menschen droht
Der Vogelgrippevirus mutiert und wird
auch für Säugetiere immer gefährlicher. Diese
Entdeckung verstärkt die Angst, dass eine
Epidemie unter Menschen auftreten könnte...
Genetische Studien und Tierversuche zeigen, dass
die Bedrohung von Säugetieren durch den Virus
zunimmt. Ein umgehendes Eingreifen ist notwenig,
um die Übertragung des Virus einzudämmen...